Mittwoch, 14. April 2010
Irrfahrt durch Thüringen
So, bin wieder zurück von meinem Seminar. Aber am Sonntag wäre ich ja fast nicht mehr an meinem Zielort Erfuth gelandet. Eigentlich ließ sich alles ganz gut an: auf den Rat diverser Personen hörend habe ich mich für die "entspannte" Zugfahrt statt der Fahrt mit dem Auto entschieden. Ich hatte einen relativ späten Zug gewählt, um noch möglichst lange zu Hause zu sein und so ging es um 17:50 Uhr in der Kreisstadt los. Umsteigen in Hanau in den 1. ICE und dann in Fulda in den 2. ICE klappte alles reibungslos. Bis eisenach hatten wir zwar eine kleine Verspätung, aber da der ICE ja direkt bis zu meinem Ziel fahren sollte, fand ich das nciht tragisch. Dann jedoch die Durchsage, dass der Zug hier auf unbestimmte Zeit halten müsse, da es in Gotha einen Personenunfall gegeben hätte. Oh je. Das wird spät. Nach einigen Minuten dann der Hinweis, dass auf dem Nebengleis eine Regionalbahn steht, die ebenfalls in Richtung Erfurth fährt und die Gotha mit einem Schienenersatzverkehr umgeht. Wer möchte, könne umsteigen. Da ich nicht untätig rumsitzen wollte - wer weiß, wie lange - bin ich also umgestiegen. Bis Fröttstett ( ich glaube, die Namen der Orte werde ich nie mehr vergessen :-) ). Dort sollte ein Bus warten. Ich also der Herde hinterher. Da stand auch ein Bus - aber eben leider nur einer, der razfaz voll war - leider ohne mich. Ich stand weiter hinten in der Schlange und konnte auch nicht hören, was dort am Bus diskutiert wurde. Also hieß es abwarten und ( leider keinen ) Tee trinken - im Regen. Nach ca. 10 Minuten kam dann endlich ein 2. Bus, den die restlichen gestrandeten aufnahm und los ging es zuerst nach Gotha, um die Leute dort abzusetzen, die dort auch aus dem ICE ausgestiegen wären. Wer nach Erfurth wolle, soll sitzen bleiben hieß es ausdrücklich. Weiter ging die Fahrt nach Seebergen ( ich sag euch - die Namen vergess ich echt nie mehr ), dort sollte uns wiede4r ein Zug aufnehmen und nach Erfurth bringen. Am Bahnsteig stand nur der ICE, der in die andere Richtung nicht durch Githa durchkam. Kurz darauf kam jedoch ein Regionalzug angefahren. Wir stürmten alles hinein ( es regnete immer noch ) und ich dachte so - frag mal den jungen Mann, der da schon sitzt, ob der Zug auch nach Erfurth fährt... Die erstaunte Antwort:"Nein, da kommen wir doch gerade her, der zug fährt nach Gotha." Ein aufschrei um mich herum. "Wie. Was. Das kann doch nicht sein. Die Busse haben uns doch extra hierher gebracht." Eine Schaffnerin wurde gesucht und gefragt. "Nach Erfurth, nein, ich fahre nach Gotha." Entrüstete Aufschreie, Schimpfen, fragende Gesichter. Die Schaffnerin telefonierte und bekam die Aussage uns mit nach Gotha zu nehmen. Noch mehr Entrüstung. "Da kommen wir doch gerade her. Wie geht es dann da weiter? Das machen wir nicht." Die Schaffnerin ( sie tat mir richtig leid ) telefonierte wieder - wie sollten mit nach Gotha, da käme der Zug ja eh nicht weiter und würde deshalb dann mit uns nach Erfurth zurück fahren. Mangels Alternativen stimmten alle zu. Also ging es zurück nach Gotha. Dort angekommen ging es erst mal wieder nicht weiter. Wieder fragende Gesichter und bange Minuten. Auf einmal hieß es, man müsse auch neues Personal warten. Na toll. Wie lange soll das denn dauern. Dann kurz darauf die Durchsage, auf dem Nachbargleis würde ein verspäteter Regionalzug richtung Erfuhrt einfahren, der wohl inzwischen durch Gotha durchkam, wir sollten bitte in diesen Umsteigen. Allgemeines Gelächter. Man nahm es inzwischen mit Galgenhumor. Alle wieder raus aus dem Zug, Treppe runter, Treppe hoch und in den anderen Zug. Der kam dann auch schließlich und endlich mit für mich 2 Stunden Verspätung in Erfurth an. Von wegen "entspannte" Bahnfahrt...
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen